Erfahrungsbericht –
Landeswettbewerb Alte Sprachen (Latein)

Im Rahmen meines Lateinunterrichts in der Oberstufe wurde ich auf Initiative meines Lateinlehrers ermutigt, am Landeswettbewerb Alte Sprachen im Fach Latein teilzunehmen. Der Wettbewerb bot mir die Möglichkeit, mich über den regulären Unterricht hinaus intensiv mit lateinischen Texten auseinanderzusetzen und meine sprachlichen sowie interpretatorischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Die erste Wettbewerbsrunde bestand aus einer anspruchsvollen Übersetzungsaufgabe sowie mehreren Zusatzaufgaben, die sowohl sprachliche Genauigkeit als auch inhaltliches Verständnis erforderten. Ausgangspunkt war ein lateinischer Text zum Thema Menschenwürde und Menschenrechte, der zum genauen Lesen und differenzierten Übersetzen aufforderte. Ergänzend dazu musste ich mich mit Sinnsprüchen, historischen Textauszügen und philosophischen Fragestellungen auseinandersetzen und diese kritisch reflektieren. Besonders spannend fand ich, wie aktuelle gesellschaftliche Fragen mit antiken Texten verknüpft wurden. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich erfuhr, dass ich mich mit meiner Bearbeitung für die zweite Runde qualifiziert hatte.

In der zweiten Runde erwartete mich eine deutlich umfangreichere und offenere Aufgabenstellung. Im Zentrum stand ein Auszug aus Ovids Tristia, der formal und inhaltlich interpretiert werden sollte. Darüber hinaus galt es, die zentralen Motive des Textes kreativ weiterzuführen, etwa in Form eines Leserbriefs oder eines Beitrags aus heutiger Perspektive. Besonders herausfordernd, aber auch bereichernd, war dabei die Verbindung von antiker Literatur mit modernen Erfahrungen von Heimatverlust, Flucht und Fremdsein. Die dreistündige Arbeitszeit verlangte nicht nur fundierte Textkenntnisse, sondern auch Konzentration, Eigenständigkeit und eine klare Strukturierung der Gedanken.

Rückblickend habe ich die Teilnahme am Landeswettbewerb als sehr wertvolle Erfahrung erlebt. Sie hat mir gezeigt, wie aktuell und lebensnah das Fach Latein sein kann, und mir die Möglichkeit gegeben, mich intensiv mit Texten auseinanderzusetzen, für die im Schulalltag oft nur begrenzt Zeit bleibt. Der Wettbewerb war für mich nicht nur eine fachliche Herausforderung, sondern auch eine persönliche Bereicherung, die mein Interesse an den Alten Sprachen weiter vertieft hat. Darüber hinaus hat mir die intensive Auseinandersetzung mit anspruchsvollen Übersetzungs- und Interpretationsaufgaben auch im Hinblick auf mein bevorstehendes Abitur im Fach Latein sehr geholfen und mich in meiner fachlichen Sicherheit bestärkt.

Greta Besarab, Q13

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Eine strahlende Buchpreisgewinnerin: Greta Besarab mit Schulleiter Peter Rottmann und ihrem Lateinlehrer Kai Engel

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