„Einmischen!“
Projektunterricht am Schönborn-Gymnasium

Was bedeutet es eigentlich, Verantwortung zu übernehmen? Was ist sozial gerecht? Und welchen Beitrag können wir leisten, um unsere Demokratie zu schützen?

Diesen existentiellen Fragen stellten sich Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 12.

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Erstmals durften wir im Schuljahr 2024/25 als offizielle Projektschule an „Einmischen!“ teilnehmen, einem Kooperationsprojekt der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit (BLZ), des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales sowie des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Bayern, kurz LBE.

Das Ziel ist klar formuliert:
Junge Menschen sollen befähigt werden, gesellschaftliche Prozesse aktiv mitzugestalten und demokratische Werte im Alltag zu verankern.

Nach zwei einführenden Workshops zusammen mit den Teamern von „Einmischen!“ investierten die Schüler (zumeist in ihrer Freizeit!) über acht Wochen Arbeit in das selbstgewählte Thema: „Demokratiegefährdung und die Spaltung der Gesellschaft“.

Als Kooperationspartner konnten wir hierbei das Kloster Maria Bildhausen mit dem Dominikus-Ringeisen-Werk gewinnen. Mit der großartigen Unterstützung von Herrn Matthias Guck, dem dortigen Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, tauchten die Jugendlichen tief in die Geschichte und Gegenwart dieses besonderen Ortes ein.

Die gemeinsame Arbeit gipfelte am 9. Juli 2025 in einem Projekttag für eine unserer Ganztagsklassen. Die Projektschüler nahmen die Jüngeren buchstäblich „an die Hand“: Nach einer einleitenden Ausstellung in der Schule ging es per Bus ins nahegelegene Maria Bildhausen.

Dort wurde Geschichte lebendig – und Gegenwart erfahrbar. Im Klostercafé kam es zum direkten Austausch mit Menschen mit Behinderung und deren Betreuern.

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Vor allem diese Begegnungen sowie der Besuch des Erinnerungsorts für die Opfer der NS-Euthanasie hinterließen bleibenden Eindruck. Dort erfuhren wir, dass von den über 18.000 systematisch ermordeten, schutzlosen Menschen zwischen 1940 und 1941 hunderte aus den Einrichtungen unseres Partners stammten. Eine Schülerin formulierte es treffend: „Wenn man hier steht und erfährt, dass 379 Menschen allein aus dieser Gemeinschaft dem Euthanasie-Programm der Nazis zum Opfer gefallen sind, bekommen Zahlen plötzlich ein Gesicht.“ Ein Mahnmal gegen das Vergessen und für die Unantastbarkeit der Menschenwürde.

Der Abschlussworkshop (wieder zusammen mit den Teamern Nicole, Benjamin und Lara) Mitte Juli zeigte: Das Projekt bietet weit mehr als Wissensvermittlung. Die pädagogischen und teambildenden Ansätze haben unsere Schüler über sich hinauswachsen lassen.

Außerdem ist diese Form der intensiven Projektarbeit ein Paradebeispiel dafür, warum unser gebundener Ganztag so wertvoll ist. Denn projektorientiertes Lernen braucht Zeit, Raum und pädagogische Begleitung – Strukturen, die wir am Schönborn-Gymnasium fest im Stundenplan verankert haben.

Umso mehr freuen wir uns darüber, dass wir im laufenden Schuljahr 2025/26 erneut als „Projektschule“ ausgewählt wurden! Die teilnehmende Gruppe ist diesmal kein jahrgangsübergreifender Arbeitskreis, sondern unsere gesamte Ganztagsklasse 8b – unterstützt von einzelnen Oberstufenschülerinnen. Das „Match“ könnte hier nicht besser sein, denn der im Stundenplan der 8. Klasse fest integrierte Projektnachmittag bietet den idealen Rahmen, um gemeinsam mit unserem pädagogischen Team im Semi tief in das neue Thema einzusteigen. Die 8b hat sich für „Soziale Gerechtigkeit“ entschieden und bereits einen starken Partner an der Seite: das „Netzwerk für Soziale Dienste“ (Knopfkiste / Mürschter Kinderhaus).

Wir sind gespannt auf den Projekttag im Februar und freuen uns darauf, wie unsere Achtklässler das Schulleben durch ihr Engagement bereichern werden. Ein ausführlicher Bericht folgt!

OStR Daniel Karch

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